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Paarberatung Hamburg, Dr. Elmar Basse
Pressereaktionen
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“Fernsehwoche”, Nr. 23/05 - Artikel “Scheidung nach der Silberhochzeit”
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Scheidung nach der Silberhochzeit.
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Krise. Gestern noch Jubiläum gefeiert, heute schon getrennt: Immer mehr Langzeitehen gehen plötzlich in die Brüche. Woran das liegt. Und wie Sie der Liebe eine neue Chance geben.
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Der Champagner perlt golden in edlen Gläsern. Auf der Sahnetorte prangt die “25”, rote Rosen verströmen ihren zarten Duft. Ein Paar feiert Silberhochzeit. Ein Vierteljahrhundert haben sie den Alltag geteilt, gemeinsam Höhen und Tiefen erlebt. Eine Liebe, die so lange hält - die hält auch für immer, denken viele. Irrtum! Immer mehr Paare lassen sich nach 25 und mehr Jahren plötzlich scheiden: Gingen 1992 nur 12494 Langzeitehen in die Brüche, verdoppelte sich die Zahl bis zum Jahr 2003 fast auf 20312. Mittlerweile ist jede zehnte Langzeitehe betroffen. Warum das passiert und wie sich die Liebe doch noch retten lässt, erklärt der Hamburger Paar-Psychologe Dr. Elmar Basse.
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Warum ist die Silberhochzeit so ein heikles Datum?
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Das 25-jährige Ehejubiläum ist ein rundes Datum. Es lädt dazu ein, innezuhalten, eine Bestandsaufnahme der Partnerschaft zu machen. Plötzlich werden Probleme bewusst, die es auch vorher schon gegeben hat. Nur wurden sie da um der Harmonie willen unter den Teppich gekehrt, Konflikte immer wieder hinausgeschoben. Bis sie plötzlich umso heftiger hervorbrechen.
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Warum trennen sich Silberpaare?
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Die Werte haben sich verändert. Früher war es einfach nicht üblich, sich scheiden zu lassen. Wer dennoch den Schritt wagte, riskierte gesellschaftliche Missbilligung und Ablehnung. Heute steht die Selbstverwirklichung hoch im Kurs. Wer meint, die eigenen Bedürfnisse kommen in der Ehe zu kurz, trennt sich leichter. Und wird dafür nicht mehr schief angesehen. Zudem können es sich Ehepartner heute finanziell eher leisten, getrennte Wege zu gehen.
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Was sind die häufigsten Scheidungsgründe?
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Die Raten fürs Haus sind abbezahlt, die Kinder ausgezogen, viele der gemeinsamen Lebensziele erreicht. Nicht nur im privaten Bereich, sondern auch im Beruf. Das, was Paare früher zusammengeschweißt hat, fällt weg - wie zum Beispiel die Erziehungsaufgabe. Es scheint keine Perspektive für die Zukunft zu geben. Da fragen sich viele dann, warum sie überhaupt noch zusammenbleiben sollen. Ein weiteres Problem ist häufig die Rente. Plötzlich verbringen beide wesentlich mehr Zeit zusammen als früher. Und wissen oft nicht, was sie miteinander anfangen sollen. Langeweile macht sich breit. Es kann aber auch sein, dass der Ehemann sich stärker im Haushalt engagiert, Kritik übt. Und damit seine Frau auf die Palme bringt. Sie fühlt sich auf einmal nicht mehr akzeptiert.
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Sie oder Er: Wer wagt häufiger die Trennung?
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Meist die Frauen. Sie haben sich in der Ehe vor allem um die Kinder gekümmert, empfinden nach deren Auszug oft Leere. Andererseits eröffnen sich ihnen neue Möglichkeiten. Endlich können sie das nachholen, was sie lange Zeit versäumt haben. Sie sind nicht mehr bereit, sich mit ihrer Unzufriedenheit, dem Schweigen des Partners abzufinden. Im Gegenteil: Sie erwarten wieder etwas vom Leben, wollen anregende Gespräche führen, auf Reisen gehen, Freundschaften pflegen und emotionale sowie körperliche Nähe spüren. Meist sind sie es dann, die den ersten Schritt wagen und die Trennung forcieren. Männer hingegen machen oft Schluss, weil sie mit der eigenen Lebenskrise nicht fertig werden. Beispielsweise, wenn sie in Rente gehen und sich nicht mehr gebraucht fühlen, keine Herausforderung mehr sehen. Die Bestätigung, die sie früher im Job fanden, suchen sie nun bei einer anderen Frau.
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Welche Chancen gibt es für Silberpaare?
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Vielen Paaren bietet sich jetzt die Möglichkeit, neue Wege zu gehen. Der Rückzug aus dem Berufsleben, der Auszug der Kinder - all das entlastet von vielen Aufgaben. Selbstverwirklichung kann auch mit dem Partner klappen. Wichtig ist, dass beide miteinander reden, dem anderen Wünsche, Hoffnungen und Ängste mitteilen. Die Geheimnisse glücklicher Silberpaare: Machen Sie sich bewusst, was Sie aneinander lieben, und sagen Sie Ihrem Partner das auch. Hören Sie einander zu, respektieren Sie die Meinung des anderen. Pflegen Sie gemeinsame Zeit bei einem romantischen Essen, Spaziergängen. Das bedeutet aber nicht, dass Sie jede Minute miteinander verbringen müssen. Ein bisschen Distanz tut jeder Liebe gut. Darum: Suchen Sie sich ein Hobby, engagieren Sie sich ehrenamtlich, schließen Sie eigene Freundschaften: Das sorgt für neuen Gesprächsstoff und Abwechslung in der Beziehung. Sie finden Bestätigung, bleiben gleichzeitig interessant und begehrenswert für den anderen. Ein Leben lang. Sonja Alexander
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